Der neue Superfood Aronia

Aronia Strauch mit Beeren

Aroniabeeren / Apfelbeeren

Der Superfood Aronia – vitaminreich, gesundheitsfördernd und vielseitig einsetzbar

 

 

Von der Aronia haben vor Kurzem nur wenige Mitteleuropäer etwas gehört. Das hängt aber überwiegend damit zusammen, dass der Ursprung der schwarzen Apfelbeere jenseits des Atlantiks liegt. Zunächst wurden Siedler im Osten von Nordamerika auf sie aufmerksam. Ein wenig später entdeckten dann auch die Einwohner Südkanadas die Qualitäten der Aronia. Als eine von ihnen gilt die Widerständigkeit gegenüber Frost, die ein Grund dafür ist, dass die Apfelbeere sich ab dem 18. Jahrhundert auch in Russland, Skandinavien und Osteuropa ausbreitete. Trotz der niedrigen Temperaturen in diesen Ländern sorgte die Frucht stets für eine zufriedenstellende Ernte, sodass die Landwirte sogar dazu übergingen, sie auf Plantagen zu kultivieren. Von dort aus gelangte sie in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nach Mitteleuropa, wo sich Polen und Bulgarien als größte Anbaugebiete etabliert haben. Seit etwa zehn Jahren erfreut sich Aronia aber auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz großer Beliebtheit, wobei sich hier vor allem die Sorte „Nero“ durchgesetzt hat.

 

Viele Vitamine und Mineralstoffe

 

Die stetig steigende Popularität der schwarzen Apfelbeere liegt in ihrem hohen Gehalt an Nährstoffen begründet. So enthalten 100 Gramm Aronia unter anderem 21 mg Vitamin C, 1,1 mg Vitamin E, 30 mg Calcium, 0,62 Eisen, 20 mg Magnesium, 0,53 Zink und 162 mg Kalium. Mit diesen Werten übertrifft sie die ihr ähnelndeHeidelbeere teilweise um mehr als das Doppelte. Neben diesen Vitaminen und Mineralstoffen weist die Aronia sehr viele Antioxidanten auf und eignet sich dadurch zur Vorbeugung vieler Krankheiten. Eine positive Wirkung geht insbesondere von dem Stoff Anthocyan aus, der die sogenannten „freien Radikalen“ bindet und dadurch dafür sorgt, dass Herz- und Kreislauferkrankungen nicht so schnell auftreten. Darüber hinaus eignet sich die schwarze Apfelbeere für Menschen, die an Bluthochdruck oder Diabetes leiden. Eine Heilung ist zwar nicht zu erwarten, doch können Betroffene damit rechnen, dass die Aronia die Gesundheit fördert und positive Effekte zeitigt.

Vitamin mg/100 ml Direktsaft mg/ 100 g Trockensubstanz mg/100 g Frischegewicht
A k.A. 1,1-2,4 0,77
E k.A. 0,8-3,1 1,42
K k.A. 0,8-1,0 0,024
 B1 0,05 k.A. 0,018
B2 0,06 0,13 0,020
B6 0,055 k.A. 0,028
Folsäure k.A. 0,1-0,21  0,003
C 0,02 10-50 13,7
Niacin 0,34 0,5-0,8 0,30
Pantthemsäure 0,22 k.A. 0,28
Mineralstoff mg/100 ml Direktsaft mg/ 100 g Trockensubstanz mg/100 g Frischegewicht
Natrium 5,0 k.A. 2,6
Kalium 2850 k.A. 218
Calcium 150 k.A. 32,2
Magnesium 140 k.A. 16,2
Schwefel 54 k.A. k.A.
Jod k.A. 0.0064 k.A.
Kupfer 0,5 k.A.0,044  0,003
Mangan 7 k.A. 0,044
Zink 1,3 k.A. 0,147
Eisen 4 k.A. 0,93

 

Der Anbau von Aronia

Aroniastrauch in Vollblüte

Blühender Aronia auf einem Feld

Aufgrund der vielen Nährstoffe und der erfreulichen Wirkung gehen in Deutschland, Österreich und Schweiz viele Privatpersonen dazu über, die schwarze Apfelbeere in ihrem Garten anzupflanzen. Das stellt insofern keine Probleme dar, als die Aronia relativ pflegeleicht ist und keine großen Herausforderungen an den Anbau stellt. Sie gilt als robust wie frostresistent und ist in der Lage, unter fast allen Standortbedingungen zu überleben. Genießt sie viel Sonne, macht sich das am Ende in der Ernte bemerkbar. Geringer fällt der Ertrag jedoch dann aus, wenn sie an einem dunklen Ort wächst. Auf das Triebwachstum hat dies keine Auswirkung, sodass die Aronia auch im Schatten in die Höhe sprießt. Mit einer langsamen Entwicklung ist hingegen bei einem flachgründigen Boden zu rechnen. Der gleiche Effekt stellt sich an einem trockenen Standort ein, weshalb Hobby-Gärtner eher einen sonnigen Platz mit guter Wasserführung wählen sollten.

 

Verschiedene Aronia-Produkte

 

Aronia Produkte am Marktstand

Bio Bauer Thomas Egli verkauft seinen Aroniasaft auf dem Markt

Ist die schwarze Apfelbeere reif, lässt sie sich zu verschiedenen Produkten verarbeiten. Viele Betriebe konzentrieren sich vor allem auf die Herstellung von purem Aronia-Saft, die völlig ohne Zucker, Wasser und Konservierungsstoffe auskommt. Darüber hinaus eignet sich Aronia als Rohkost, weshalb manche Produzenten sie trocknen lassen. Eine sehr wichtige Rolle spielt hier die Temperatur. Normalerweise darf sie bei der Herstellung nicht über 42 °C liegen, es sei denn die Beeren sind zu hart. Für die Lagerung empfehlen sich dichte Gefässe, die fest verschlossen und an einem kühlen wie dunklen Ort gelagert werden müssen. Die Aronia lässt sich aber auch zum Tresterpulver verarbeiten. Die Grundlage dafür bilden ihre Schalen und Kerner, weshalb die schwarze Apfelbeere bereits entsaftet sein sollte. Allerdings ist darauf zu achten, dass der frische Trester umgehend trocknet, nachdem sein Saft gepresst worden ist. Wer diesen wichtigen Schritt versäumt, erhält ein ungenießbares Produkt. Das dadurch gewonnene Pulver wird oftmals für Kapseln verwendet, die aber auch mit Aroniaextrakt gefüllt sein können. Diese sind vor allem bei Online-Anbietern wie „aronia-swiss“ erhältlich und dienen dazu, die Dosierung zu kontrollieren. Außerdem sind Aronia-Kapseln sehr Praktisch, weil Verbraucher sie einfach verstauen und überall mitnehmen können, um sie bei Bedarf einzunehmen.

 

Aronia als Bestandteil von Gerichten

Da die schwarze Apfelbeere etwas herb und säuerlich schmeckt, findet nicht jedermann an ihr Gefallen. Allerdings sind sie vielfach einsetzbar und lassen sich für mehrere Gerichte verwerten. Getrocknete Aronia eignen sich zum Beispiel für Backwaren wie Osterzopf oder Muffins. Sie passen aber hervorragend zum Müsli, das dadurch eine süßlich-sauere Note bekommt. Bei frischen Beeren bietet sich hingegen die Möglichkeit an, aus ihnen einen exotischen Smoothie zu machen. Besonders gut schmeckt es, wenn in dem dickflüssigen Getränk zusätzlich Kokosmilch und Bananen enthalten ist. Wer es eher dünn und heiß mag, kann den Saft der schwarzen Apfelbeere aufwärmen. Der Vitamingehalt geht dadurch nicht verloren, sodass das Getränk vor allem in der kalten Jahreszeit Vorteile bietet, wenn das Immunsystem geschwächt ist.

Mehr Informationen zum Thema Aronia finden Sie hier.



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